Der beschwerliche Weg zum Rohkaffee
Kaffee ist ein Naturprodukt, insofern hängt die Qualität
des Produktes massgeblich von den Menschen ab, welche die Pflanze
anbauen und kultivieren.
Da das Fruchtfleisch der Kaffeekirschen nach dem Pflücken innert
kurzer Zeit verdirbt, müssen die Früchte so rasch wie
möglich verarbeitet werden. Der Rohkaffee kann entweder trocken
oder nass aufbereitet werden.
Trocken aufbereiteter Rohkaffee
Das trockenverfahren wird hauptsächlich in Brasilien und in
Afrika angewendet, vor allem in Gegenden, in welchen das Wasser
eher knapp ist. Die frisch geernteten und von Verun-reinigungen
befreiten Kaffeekirschen werden zum Trocknen auf dem Boden ausgebreitet.
Durch ein mehrmaliges Umschichten werden sie gleichmässig der
Sonne ausgesetzt und getrocknet. Über Nacht werden sie zu Haufen
zusammengestossen und zum Schutz gegen Feuchtigkeit zugedeckt.
Nassaufbereitung
Kaffeekirschen werden gesiebt oder geschwemmt , um unreife Kirschen,
Steine und andere Verunreinigungen zu entfernen. Dieses Schwemmen
hat aber nichts mit Waschen des Kaffees zu tun. Die gereinigten
und danach aussortierten Kaffeekirschen werden in Spezialmaschinen,
„Pulper“ genannt, zerquetscht und von ihrem Fruchtfleisch
getrennt.
Bereit zum Export wird der Rohkaffee an den Börsen traditionell
zu 60, oder zu 69kg Einheitsgewicht gehandelt. Auf dem Seeweg gelangen
die Kaffeebohnen in alle Welt.
|